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KI im Mittelstand: 7 Use Cases mit schnellem ROI

  • 6. Nov. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 5 Tagen


Viele Unternehmen hören ständig „KI verändert alles“ – aber im Alltag zählt nur eine Frage: Wo bringt KI wirklich spürbaren Nutzen, ohne den Betrieb zu überfordern? Gerade im Mittelstand lohnt sich ein pragmatischer Start: Use Case wählen → Daten prüfen → Pilot bauen → Wirkung messen → dann skalieren.

In diesem Beitrag zeigen wir 7 KI-Use Cases, die in der Praxis häufig schnell ROI liefern – verständlich erklärt und mit klaren Beispielen.


Warum dieser Beitrag wichtig ist


KI ist kein Selbstzweck. Sie lohnt sich, wenn sie:

  • Routinetätigkeiten reduziert

  • Fehler senkt

  • Durchlaufzeiten verkürzt

  • Entscheidungen fundierter macht


Wenn ihr euch unsicher seid, ob eure Daten schon „bereit“ sind: Schaut zuerst in unseren Beitrag „KI-Readiness Check: Sind eure Daten bereit für KI?“ (Blog #2).


7 KI-Use Cases, die oft schnell Wirkung zeigen


1) Dokumente automatisch verarbeiten (Rechnungen, Lieferscheine, E-Mails)


Typisches Problem: Manuelle Erfassung kostet Zeit und verursacht Fehler. KI-Nutzen:  Automatisches Auslesen von PDFs + Zuordnung zu Prozess/ERP. Beispiel:  Rechnung kommt per E-Mail → KI erkennt Felder (Betrag, Lieferant, Datum) → Übergabe ins ERP → bei Unsicherheit in eine Prüfliste.

ROI-Hebel: Hohe Volumen + tägliche Wiederholung = schnelle Entlastung.


2) Interner Wissens-Chatbot (Handbücher, SOPs, Richtlinien)


Typisches Problem:  Wissen steckt in PDFs/SharePoint/Ordnern – Teams suchen zu lange. KI-Nutzen:  Mitarbeitende fragen in normaler Sprache und bekommen passende Antworten + Quellen. Beispiel:  „Wie läuft die Reklamation ab? “ → Antwort + Link zur richtigen Anleitung/Vorlage.


Wichtig:  Rechte & Quellen müssen sauber sein, sonst leidet Vertrauen.


3) Kundenservice entlasten (Ticket-Klassifizierung & Antwortvorschläge)


Typisches Problem:  Tickets werden falsch sortiert oder zu spät beantwortet. KI-Nutzen:  Automatische Kategorisierung, Priorisierung und Vorschläge für Antworten. Beispiel:  „Lieferstatus“ → richtige Kategorie + Priorität + Textvorschlag, der vom Team freigegeben wird.


ROI-Hebel:  Schnellerer Service, weniger Rückfragen, bessere Kundenzufriedenheit.



4) Forecasting für Planung (Bedarf, Lager, Absatz)


Typisches Problem:  Überbestände vs. Engpässe, teure Express-Bestellungen. KI-Nutzen:  Prognosen aus historischen Daten, Saisonalität und Lieferzeiten. Beispiel:  Artikelgruppen-Prognose → Bestellvorschläge → weniger Lagerkosten.


Start-Tipp: Beginnt mit 1–2 Produktgruppen, die teuer oder kritisch sind.


5) Qualitätsprüfung & Anomalie-Erkennung (Messdaten/Bilder)


Typisches Problem:  Fehler werden zu spät erkannt → Ausschuss/Reklamationen steigen. KI-Nutzen:  Erkennen von Ausreißern in Messreihen oder Auffälligkeiten in Bildern. Beispiel:  KI markiert Teile mit Oberflächenfehlern oder erkennt abweichende Maße früher.


ROI-Hebel:  Jede vermiedene Reklamation spart Geld und schützt Kundenbeziehungen.


6) Predictive Maintenance (Wartung vorausschauend planen)


Typisches Problem:  Ungeplante Ausfälle kosten Stillstandszeit und Nerven. KI-Nutzen:  Muster in Sensor- und Wartungsdaten erkennen, bevor Defekte auftreten. Beispiel:  Warnsignal bei steigender Vibration/Temperatur → Wartung geplant statt Notfall.


Realistisch: Pilot auf einer kritischen Anlage reicht für den Start.


7) Prozessautomatisierung + KI (Workflows, die sich selbst „anstoßen“)


Typisches Problem:  Medienbrüche, Copy-Paste, manuelle Übergaben zwischen Systemen. KI-Nutzen:  KI erkennt Inhalte (Mail/Ticket/Dokument) und löst den passenden Workflow aus .

Beispiel:  Reklamations-Mail → Ticket erstellen → Kategorie vorschlagen → Rücksendung anstoßen → Status automatisch an Kunden kommunizieren.


Warum das stark ist:  KI alleine ist hilfreich – Automatisierung + KI ist der Multiplikator.


Wie wählt ihr den besten Use Case aus? (3 schnelle Kriterien)


Nehmt den Use Case, der am besten zu diesen Punkten passt:

  1. Häufigkeit: Passiert das oft (täglich/mehrmals pro Woche)?

  2. Wirkung: Spart es messbar Zeit/Kosten oder verbessert Qualität?

  3. Datenlage: Gibt es bereits digitale Daten/Dokumente, auf die man zugreifen kann?


Wenn mindestens 2 von 3 „Ja“ sind: guter Startkandidat.


Mini-Fahrplan: KI-Pilot in 4 Schritten


  1. Ziel + KPI festlegen (z. B. -30% Bearbeitungszeit)

  2. Datencheck (Zugriff, Qualität, Datenschutz)

  3. Pilot bauen (kleiner Scope, echte Nutzer)

  4. Messen & Entscheiden: stoppen / verbessern / skalieren


Final Thoughts


KI muss nicht kompliziert sein. Die besten Projekte starten klein, sind messbar und entlasten Teams schnell. Wenn ihr euch nicht sicher seid, welcher Use Case am besten passt, macht zuerst den KI-Readiness Check (Blog #2) – und wählt dann gezielt einen Pilot.






 
 
 

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